Ludwigshafen. Am Mittwoch, 20.11.2019, veranstaltete die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Rheinpfalz eine Übung zur Bewältigung einer lebensbedrohlichen Einsatzlage (LebEL) unter realistischen Einsatzbedingungen. Hinter diesem Begriff verbergen sich unklare Gefahrenlagen mit hohem Gefährdungspotential sowohl für Opfer, Unbeteiligte, Hilfskräfte als auch für Polizeikräfte. Hierzu zählen Terroranschläge, Amoktaten, Geiselnahmen sowie sonstige Formen schwerer Gewaltkriminalität, bei denen die Täter mittels Waffen, Sprengmitteln oder sonstigen gefährlichen Stoffen agieren. Unter Federführung der Kriminaldirektion Ludwigshafen übten knapp 80 Kriminalbeamtinnen und Kriminalbeamte der Polizeidirektionen Ludwigshafen, Neustadt und Landau, in einer Fahrzeughalle in der Liegenschaft der Bundespolizei in Bad Bergzabern, verschiedene Aspekte der Ermittlungsführung während einer lebensbedrohlichen Einsatzlage. Das Übungsszenario: Ein schwer bewaffneter Täter läuft in einem Bürogebäude Amok, es kommt zu zahlreichen Verletzten und Todesopfern. Die eingesetzten Kriminalbeamtinnen und Kriminalbeamten übten unter anderem kriminaltechnische Maßnahmen, die Identifizierung von unbekannten Opfern und die Verarbeitung von Vermisstenmeldungen. "Die Geschehnisse in Halle, Berlin und andernorts haben gezeigt, dass eine solche Lage jederzeit auf uns zukommen kann. Die Ansprüche, die von einer Lage wie dieser an die Kriminalpolizei gestellt werden, sind hoch. Daher üben wir hier den Ernstfall, um Handlungssicherheit für die Kolleginnen und Kollegen zu erlangen, die auch in der Realität in den Einsatz gehen würden," so der Leiter der Kriminaldirektion Ludwigshafen Michael Dommermuth. Er erklärt abschließend: "Mein besonderer Dank gilt der Bundespolizeiabteilung Bad Bergzabern für ihre bereitwillige und professionelle Hilfe."

Es handelt sich um eine Originalmeldung der Polizei.
Originalmeldung: http://ots.de/43dd56